EGENHOFEN

Auf einer sanft ansteigenden Höhe und an drei Seiten von der Glonn umflossen, liegt das Pfarrdorf Egenhofen.


EGENHOFEN Luftaufnahme

Im Jahre 885 wird es als Eigentum des Grafen Rihho von Schrobenhausen und dann als herzogliches Lehen bezeichnet. Nach einem Gütertausch war Egenhofen im Besitz der Dachauer Landrichter und Hofmarksherren von Pasing. 1956 wurde das Burgschloß in den alten Herrensitz Wiaren, bei den Weihern, den ehemaligen Klosterweihern Herrnzells verlegt.

EGENHOFEN SchildHier entstand das neue Schloß, das den Namen Glonburg und später Weyhern erhielt. Die Buch, Ruffini und Lotzbeck waren jahrelang Besitzer des Schlosses, Baron Alfred von Lotzbeck begründete eine reiche Bibliothek und eine Gemälde- sammlung, die später nach München verlegt wurden.
Seit Kurpfalzbayern 1777 gehört Egenhofen zu Bayern. Die Freiherren von Ruffin besaßen hier eine offene Hofmark, die der geschlossenen Hofmark Weyhern unterstand. 1777 erlosch mit dem Tod Maximillians III. die segenannte "ludowizische" (altbayerische) Linie der Wittelsbacher im Mannesstamm. Damit trat ein Erbfall ein, der bereits 1329 im Hausvertrag von Pavia von den Wittelsbachern festgeschrieben worden war. Er besagte, daß alle Rechte und Besitzungen der ausgestorbenen Linie an die überlebende Linie - in diesem Fall die "rudolfinische" (pfälzische) Linie - übergehen sollten. Die Orte, die mit 17777 datiert sind, kamen also nich neu zum nur vereinten Pfalz-Bayern, sondern waren auch bereits vorher im Besitz der einen oder anderen wittelsbachischen Linie.

EGENHOFEN KircheDas zum Gemeindegebiet gehörige rein bäuerliche Dorf Wenigmünchen erhielt seinen Namen im Gegensatz zur großen Residenzstadt, ein kleines München im Jahre 1315. Der Weiler Pischertshofen wird bereits 1098 als bischöflicher Wirtschaftshof genannt.

Die Gemeinden Oberweikertshofen und Wenigmünchen haben sich 1972 zusammengeschlossen. Bei der Gebietsreform 1978 entstand die Großgemeinde Egenhofen aus Oberweikertshofen, Wenigmünchen, Aufkirchen, Unterschweinebach und Egenhofen.